Kambodscha bietet viele interessante Orte fuer Auslaender um sich Niederzulassen. Je nachdem was man privat oder geschaeftlich fuer Plaene hat. Von laendlich und idyllisch bis hin zur Millionenstadt gibt es vielfaeltige Moeglichkeiten.
1. Siem Reap
Siem Reap ist, durch die Tempelanlage Angkor Wat, wohl die bekannteste Stadt Kambodschas. Mit rund 150 000 Einwohnern ist es die viertgroesste Stadt im Lande. In der Naehe befinden sich neben dem bereits erwaehnten Angkor zahlreiche antike Staetten und Tempel. Dies macht Siem Reap zur touristisch attraktivsten Stadt in Kambodscha. Erreichbar ist Siem Reap ueber die National Road No. 6 welche von dem Grenzuebergang Poi Pet bis nach Phnom Penh fuehrt. Es gibt einen Internationalen Flughafen mit Direktfluegen ua. nach Thailand, Singapur, Malaysia, China.
In nur wenigen Jahren wurden aus der kleinen franzoesischen Kolonialstadt eine quirrlige Metrolpole, mit Hunderten von Hotels, Gaestehaeusern und Restaurants. Es gibt viele Einkaufsmoeglichkeiten. Basare, einen Nachtmarkt, Mini-Markte mit 24 Stunden Service, 3 Shopping Malls und unzaehlige kleine Geschaefte. Fast wochentlich eroeffnet irgendwo in der Stadt ein neues Business.
Das Entertainment-Zentrum Pub Street, in dem sich mehr als 70 Restaurants und Pubs, meist mit Live-Musik, befinden, gilt als bevorzugter Night-Spot zum relaxen.
Durch seine Attraktivitaet, sowohl bei Einheimischen als auch internationale Touristen, ist Siem Reap auch gleichzeitig die teuerste Stadt in Kambodscha. Mieten und Lebenshaltungskosten liegen weit ueber dem Durchschnitt und sind rund 15-20% teurer als vergleichsweise in Phnom Penh.
Da die Stadt im Eiltempo waechst, gibt es teilweise einige Probleme mit der Energie und Wasserversorgung. Die Stadtverwaltung arbeitet aber an dem Problem. Seit 2009 wurde das Erscheinungsbild der Stadt zusehens verbessert. So wurden Kanalisation, Fussgaengerwege und Strassen neu angelegt. Siem Reap verfuegt als Pilotprojekt ueber ein Stadtweiten drahtlosen WiFi-Internetzugang der von der Firma ClickNet unterhalten wird.
2. Phnom Penh
Phnom Penh hat ueber zwei Millionen Einwohner und liegt im Südwesten des Landes am Tonle Sap, einem Zufluss des Mekong. Die Stadt ist Sitz einer Universität und eines Technikums. Es gibt einen internationalen Flughafen und einen Hafen. Über den Mekong ist die Stadt auch für kleinere Seeschiffe erreichbar. Phnom Penh ist das mit Abstand bedeutendste wirtschaftliche Zentrum des Landes.
Die Stadt scheint auf den ersten Blick nur aus Geschaeften, Restaurants und Gaestehaeusern zu bestehen. Es gibt zahlreiche grosse Shopping-Center und fast nichts, was man in Phnom Penh nicht kaufen kann. Fast alle namhafte asiatische Banken haben ihren Sitz in der Hauptstadt, die somit gleichzeitig auch das Finanzzentrum Kambodschas wird. ATMs sind an jeder Ecke zu finden, selbst Hotels haben solche in Ihren Lobbys.
Phnom Penh ist eine fast nie ruhende Stadt, die Vergleiche mit anderen Metropolen nicht zu scheuen braucht. Es gibt 5 Sterne Hotels ebenso, wie 6 Dollar Gaestehaueser. Zwischen der Flanierpromenade Riverside und der schicken Street Rue Pasteur, liegen zahlreiche Restaurants, Bars und Pubs. Dies ist der bevorzugte Night-Live Spot von Touristen, Expats und Einheimischen. Auf dem Gebiet Kunst und Kultur, bildet sich gerade im Moment eine neue Szene, welche von europaeischen Institutionen und dem Kulturministerium gefoerdert wird.
Touristisch ist Phnom Penh nicht ganz so interessant, da es augenscheinlich nicht ueber so viele Sehenswuerdigkeiten und Tempel verfuegt. Es gibt aber viele auslaendische Expats, welche in Firmenvertretungen, Non-Government Hilfs-Organisationen oder Botschaften und Banken arbeiten.
Momentan ist der Markt an Wohnraum und Geschaften gross, da stetig gebaut wird. Die Preise richten sich sehr nach Lage und Komfort der Immobilien. Sehr oft werden ”Hauser” in der Hauptstadt als Etage angeboten. Das heisst man bekommt nicht das komplette Haus, sondern lediglich eine Etage (Eo, E1, E2 etc).
Die Infrastruktur ist gut, wenngleich auch Phnom Penh immer noch gegen die ueblichen Probleme kaempft. Die Stromversorgung ist stabil und die guenstigste in ganz Kambodscha. Wasser hat sehr gute Qualitaet und ist chloriert. Muellabfuhr gibt es, muss aber seperat abgeschlossen werden. Inzwischen gibt es mehr als 20 Internetanbieter. Von herkoemmlichem ADSL, ueber Glasfaser bis hin zu Internet via Kabelfernsehen gibt es alles. Preise sind auch hier landesweit am guenstigsten. Parktplaetze sind sehr knapp in der Stadt. Inzwischen ist der Trend zu bezahlten Parkplaetzen ueblich.
3. Sihanoukville
Die Hafenstadt am Golf von Siam. wird von den Einheimischen auch Kampong Som In der Provinz Sihanoukville leben rund 240 000 Einwohner somit ist die aufstrebende Stadt Sihanoukville die zweitgroesste des Landes.
Neben dem Hafen spielt als wirtschaftliches Standbein der Tourismus eine zunehmend bedeutende Rolle. Sihanoukville verfügt über noch saubere Strände sowohl auf dem Festland als auch auf den vorgelagerten Inseln, die einen Vergleich mit jenen im benachbarten Thailand nicht scheuen müssen.
Die Cambrew Brauerei, die unter anderem Angkor Beer, Bayon Beer und Pepsi-Cola abfüllt, mehrere Casinos, sowie unzaehlige Hotels, Gaestehaeuser, Restaurants und Bars sind in Sihanoukville ansaessig. Desweiteren gibt es mehrere Lebensmittel-Geschaefte, von denen einige sogar 24 Stunden geoeffnet haben. 3 Basare, einen kleinen Nachtmarkt und eine gerade in der Fertigstellung befindliche Shoppingplaza im Zentrum der Stadt.
Buslinien fahren in alle Teile des Landes, es gibt auch Direktverbindungen via Bus nach Thailand (Bangkok, Pattaya) und Vietnam und Laos. Desweiteren gibt es Miettaxen die rund um die Uhr nach Phnom Penh fahren.
Sihanoukville ist durch seine Vielseitigkeit ausserst beliebt bei Touristen und Auswanderern. Die Stadt besteht im Grunde aus 4 Stadtteilen.
DOWNTOWN – die Innenstadt mit der Busstation, bestehend aus den Maerkten, in der Regel lokalen Gaestehaeusern, Restaurants, Geschaeften und Wohnhaeusern.
LIONHILL – mit dem Zugang zur Serendipidy, Ocheutal und Otres Beach. Bestehend meist aus Gaestehaeusern, Hotels, Restaurants und Strandbars. Es gibt einige Nightspots die bis in den Morgen geoeffnet haben, zumeist wenn an den Straenden Fullmoon-Parties stattfinden. Bei den Backpackers liebevoll als “The Hill bezeichnet. Desweiteren befinden sich dort Casinos, Khmer-Restaurants und das Golden Lions Plaza Barcenter.
VICTORY HILL – ist neben dem hoteleigenen Independence Strand, oben auf der Spitze des Huegels auch das Zentrum der Latenight und Entertainment Bars, welches “The Strip” genannt wird. Wohingegen an der Hawaii und Victorybeach eher luxurioese Hotels der gehobeneren Klasse zugegen sind.
Wohnraum und Geschaefte sind nicht unbegrenzt, aber ausreichend vorhanden. Die Preise schwanken zwischen guenstig bis sehr teuer. Aber es lassen sich durchaus noch “Schnaeppchen” machen, wobei nicht alle Haeuser europaischen Anspruchen genuegen. Momentan werden ausserhalb der Stadt mehrere Villages in europaeischen Stil gebaut. Strom und Wasserversorgung sind in Ordung. Bis 2011 soll das Stromnetz systematisch erneuert werden. Staeditsche Wasserversorgung besteht zur Zeit nur in Downtown. Internet ist stabil, derzeit gibt es 5 Anbieter in der Region.
4. Batambang
Battambang ist eine Stadt in West-Kambodscha, Verwaltungs-Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und liegt etwa 290 Kilometer nordwestlich von Phnom Penh. 185 000 Einwohner leben derzeit in der Stadt. Battambang liegt an der Nationalstraße NH-5, die von dem Grenzuebergang Poipet und Sisophon im Norden über Pursat nach Phnom Penh im Süden des Landes führt. Die nahezu parallel verlaufende Eisenbahnstrecke, welche derzeit nur noch fuer Gueterverkehr geoeffnet ist, führt ebenfalls durch Battambang.
Wirtschaftlich gilt die Provinz Battambang als “Reiskorb” von Kambodscha. Aufgrund der fruchtbaren Böden erzielen die Bauern teilweise zwei Reisernten im Jahr. Das Einkommen in der Provinz Battambang liegt deshalb höher als in anderen Regionen Kambodschas. Reisüberschüsse werden innerhalb Kambodschas vermarktet und ins Ausland exportiert. Neben dem Reisanbau spielt der Obst- (Orangen) und Gemüseanbau für die Bauern eine große Rolle. Seit einiger Zeit ist Battambang auch Anbaugebiet von hervorragendem Wein.
Im Gegensatz zu Siem Reap oder Sihanoukville spielt der Tourismus in der Stadt Battambang noch keine große Rolle, doch üben die ruhige Provinzstadt-Atmosphäre mit französischer Kolonialarchitektur und eine tropische Bilderbuchlandschaft einen zunehmenden Reiz auf Besucher aus.
Es gibt in der Innenstadt von Battambang einige Hotels, Gaestehaeuser, Bars und Pubs. Die Stadt ist aber eher als ruhig und erholsam zu bezeichnen. Wohnraum und Geschaefte sind in Battambang nicht so zahlreich zu finden. Aber die Preise sind dafuer eher als sehr guenstig zu bezeichnen. Die Verkehrsanbindung per Busse ist gut, die Naehe zur thailaendischen Grenze bietet einige Vorteile. Internet ist vorhanden, teilweise aber nicht so schnell wie in anderen Staedten.
5. Kampot
Die Stadt Kampot, mit ihren 45 000 Einwohnerm, liegt am Fluß Teuk Chhou (auch Prek Thom River genannt) im Süden des Landes, ungefähr 30 km von der vietnamesischen Grenze entfernt. Mit dem Golf von Siam ist sie durch das 5 km lange versandtete Delta des Teuk Chhou verbunden. Wenige Kilometer nordwestlich liegen die südlichen Ausläufer der Elefantenberge mit dem Bokor-Nationalpark, welcher auch als “Phnum Bokor National Park” oder “Preah Monivong National Park” bekannt ist.
Die Nationalstraße RN 3 verbindet Kampot mit Phnom Penh, und Sihanoukville. Die RN 33 führt von Kampot zum internationalen Grenzübergang Hà Tiên nach Vietnam. Im Norden liegt der Flughafen Kampot (IATA-Code KMT), welcher jedoch derzeit nicht angeflogen wird. Der Bahnverkehr nach Phnom Penh ist ebenfalls eingestellt. Der öffentliche Verkehr wird über Sammeltaxis und Fernbusse abgewickelt.
Die Umgebung Kampots ist bekannt für die Produktion des besten Pfeffers der Region. Daneben gilt die Gegend als Hauptproduzent von Durian. Andere landwirtschtschaftlich Erzeugnisse sind Reis, Rambutan, Grapefruit, Ananas und Mangosteen. Die Stadt besitzt einen Fischereihafen. Der einstige Handelshafen besitzt keine Bedeutung mehr. Im Osten der Stadt liegen ausgedehnte Meerwassersalinen zur Gewinnung von Meersalz.
Kampot wird von Touristen wegen seiner Lage in einer der schönsten Landschaften Kambodschas und wegen seines kolonialen Charmes geschätzt. Neben den Bergen des Bokor-Nationalparks und der Bokor Hill Station sind die ländliche Umgebung mit ihren Karstbergen und Höhlen sowie das nahegelegene einstige Seebad Kep sehenswert. Die Stadt verfügt außerdem über einen Zoologischen Garten.
Kampot ist interessant fuer Leute die sich mit dem Gedanken tragen, Obst oder Gemuese anzubauen. Die Kleinstadt bietet alles, was man zum taeglichen Leben benoetigt. Es gibt noch nicht so viele Hotels, Gaestehaeuser und Restaurants. Die Stromversorgung ist ok, Wasser wird zumeist aus eigenen Brunnen gewonnen. Stabiles Internet ist vorhanden.





